Kunst und Tod

Von Sarah Najjar

Während uns Worte oft zu begrenzt erscheinen, um über den Tod zu sprechen – sie tragen das Gewicht von Geschichte, Kultur und Glauben – bietet die Kunst eine grenzenlose Bandbreite an Möglichkeiten. Die künstlerische Darstellung des Todes ermöglicht es uns, uns von den bestehenden Klischees, die oft düster, traurig und fatalistisch sind, zu lösen und uns das Thema auf eine andere Art und Weise anzueignen.

Durch Farben, Formen und Dialoge, deren einzige Konturen unsere Vorstellungskraft sind, können wir einen Tod neu erfinden, der für uns akzeptabel ist und mit dem wir eine Art Freundschaft oder Bekanntschaft schließen können.

Welche Kunst wir auch immer wählen (Zeichnung, Fotografie, Skulptur, Musik…), wir können diese Realität im Herzen unseres Lebens anders zum Klingen bringen und uns so besser auf den Tod vorbereiten.

Ich zeichne den Tod gerne mit Aquarellfarben, abstrakt und in kräftigen Farben, bestehend aus Tausenden von winzigen Flecken, die lebendig zu werden scheinen, wenn sie sich zu bewegen scheinen. Mein Bild vom Tod wird fröhlich, lustig und sympathisch, und ich trage es mit mir.

Wie stellen Sie sich den Tod vor? Wie erleben Sie ihn mit Ihren fünf Sinnen?

Bilder und Texte von Sarah Najjar. Siehe ihre Website (auf Französisch): www.sana-illustration.com/

Der Inhalt wurde ursprünglich auf Französisch verfasst. Übersetzungsvalidierung durch Keno Janssen.

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